Unsere Kollegin Sabina reist nach Malta – Teil 2

MaltaValletta ist für eine Hauptstadt wirklich sehr ruhig! Man sieht keine Leute, die ständig im Stress oder in Eile sind, wie in anderen Hauptstädten. Ich glaube es liegt im Wesen der Leute dort, dass sie versuchen, das Leben zu genießen, ohne sich groß Sorgen zu machen. Auch muss man sagen, dass Valletta 2018 Kulturstadt sein wird und man schon jetzt die Vorbereitungen spüren kann.

 

 

Zurück in Sliema ging ich zur Küste. Sliema hat keinen Sandstrand, sondern es sind überall Felsen, aber dennoch gehen die Leute an den Strand. Mir sind insbesondere eine Art von Schwimmbecken ins Auge gefallen, die es in den Felsen gibt, mit Treppen, um ins Wasser gehen zu können. Das ist eine sehr gute Lösung, wenn man keine Lust hat, 15 Minuten mit dem Bus zum Sandstrand von St. Julian’s zu fahren!

Sliema Klippen Schwimmen
Natürliche “Schwimmbecken” in den Klippen, Sliema

Abends wählte ich eine der Aktivitäten der Schule aus – ein Essen und Spektakel im Knight’s. Das Knight’s ist eine riesige Arena, in der man ein Vorführung über die Geschichte Maltas von der Jungsteinzeit über die Invasion der Türken bis zur heutigen Zeit anschauen kann. In diesem Spektakel wirken 50 Schauspieler/Tänzer und 8 Pferde mit. Begleitender zur Show bekommt man typisch maltesisches Essen serviert. Diese Veranstaltung ist sehr zu empfehlen, besonders für Familien mit Kindern!

Show im Knight's
Show im Knight’s

 

Am nächsten Tag habe ich unsere Studenten befragt, die für einen Sprachkurs in Malta waren, um direkt von ihnen zu erfahren, ob ihnen der Kurs, die Schule und Malta allgemein gefällt. Alle haben mir gesagt, dass es ein perfekter Ort ist, um in entspannter und motivierender Atmosphäre zu lernen und gleichzeitig die Sonne und das gute Wetter zu genießen.

Am Nachmittag machte ich einen Bootsausflug zu den Buchten in der Nähe Sliemas. Wir hatten sehr schönes Wetter und es war total entspannend, dort vorbeizufahren und sich den Festungen zu nähern, die die Malteser erbaut hatten, um sich vor Angriffen zu schützen. Und das ist keine Überraschung, denn die Insel liegt sehr strategisch im Zentrum des Mittelmeers. Die Geschichte der Belagerung Maltas ist lang – es kamen dort die Griechen, Römer, Phönizier, Osmanen und Spanier vorbei! Viele Malteser haben mir amüsiert die Geschichte vom spanischen König Carlos V erzählt, der die Ritter des Ordens von St. John schickte, um die Insel vor den Angriffen der Ungläubigen zu beschützen. Später verzichtete er auf die Insel für einen Preis von einem maltesischen Falken im Jahr. Viele der Malteser hielten mir scherzhaft vor: “Ihr habt uns für Falken verkauft.”

Meinen letzten Tag in Malta nutzte ich, um Souvenirs zu kaufen. Ich nahm für meine Freunde und Familie “das Auge des Osiris” mit, ein Glücksbringer und ein in den Luzuu – den typischen bunt angemalten maltesischen Booten – genutztes Amulett.

Ein Luzuu mit Augen
Ein Luzuu mit Augen

 

Am Nachmittag nahm ich an der Exkursion in den Norden der Insel teil. Dieser Teil des Landes ist grüner und weniger bewohnt. Der Reiseführer zeigte uns die Katakomben und den römischen Weg, der zu dem Ort , an dem die Römer Honig hergestellt hatten, führt. All dieses ist sehr gut erhalten zwischen den maltesischen Häusern und ihren dazugehörigen Gärten! Er erklärte uns, dass Malta seit der römischen Epoche sehr berühmt ist für seinen Honig. Der nächste Halt war die St. Paul’s Bay, der Bucht in welcher der Heilige bei Ankunft an der Insel Schiffsbruch erlitt, und Mellieha –  ein Ort mit einer in den Stein gebauten Kirche, in der der Heilige Paul der Sage nach die Messe abhielt. Auf dem Rückweg nach Sliema machten wir einen kurzen Halt, um uns das Popeye Village anzuschauen. Es ist ein Dorf, das gebaut wurde, um den Film Popeye zu drehen, und sich am Ufer der Insel mit ihrem blauen Wasser befindet. Das Dorf besteht aus bunten Häusern und ist wirklich sehr malerisch. Heutzutage ist es ein Vergnügungspark.

Popeye Village
Popeye Village

Während meinem Aufenthalt in Malta nutzte ich die Gelegenheit, um verschiedene maltesische Gerichte zu probieren, und mir haben sie sehr gut geschmeckt. Die maltesische Küche ist eine Mischung aus italienischer, mediterraner und arabischer Küche. Im Knight’s servierten sie uns Reis mit Erbsen, was sehr lecker war, außerdem probierte ich Timpana – einen Nudelauflauf – und Lampuki, welcher glaube ich der beste Fisch ist, den ich je gegessen habe! In der Schule erzählten mir viele Studenten, dass sie gerne Pastizzi essen, eine Art von Teigpasteten gefüllt mit Erbsen oder Ricotta. Diese schmecken sehr gut und kosten nur 50 Cent!

Timpana
Timpana

 

Nach drei sehr intensiven Tagen war es an der Zeit, wieder nach Barcelona zurückzukehren, aber ich wusste schon, dass Malta mein nächstes Urlaubsziel sein wird, denn es gibt dort immer noch so vieles, das ich noch sehen möchte!!