Dein erster Solo-Trip: Warum du alleine reisen lieben wirst

Dein erster Solo-Trip: Warum du alleine reisen lieben wirstIch probier immer wieder gerne Neues aus und liebe es spannende Erfahrungen zu machen. Aber alleine reisen? Das hörte sich immer etwas beängstigend an. Was sollen denn die Leute denken? Ist das überhaupt sicher? Was, wenn ich mich dann ständig einsam fühle? Es gab hunderte Fragen, die ich mir vor meinem ersten Solo-Trip nicht beantworten konnte. Dennoch, habe ich es gewagt. Ich habe die Chance genutzt und einfach gehofft, dass alles gut gehen wird. Jetzt kann ich dir beruhigt erzählen, warum ich davon überzeugt bin, dass jeder mindestens einmal in seinem Leben alleine reisen sollte! Aber Vorsicht, es kann sein, dass du Solo-Trips genauso sehr liebst wie ich und süchtig wirst.

Was du vor deinem ersten Solo-Trip beachten solltest

Als erstes solltest du dir Gedanken machen, weshalb du auf Reisen gehst. Was versprichst du dir davon? Was willst du aus der Zeit mitnehmen? Ich persönlich verbinde alleine reisen am liebsten mit einem Sprachkurs, einem kleinen Sommerjob oder Freiwilligenarbeit. So kann ich mein Wunschland auch hinter den Kulissen kennenlernen, treffe auf Einheimische und sehe mehr, als der übliche Tourist. Außerdem bleibt immer genügend Zeit um alles zu erkunden und man ergattert wertvolle Insidertipps von seiner Gastfamilie oder Arbeitskollegen. Denn keiner kennt einen Ort besser, als die Menschen, die hier aufgewachsen sind.

Natürlich sollte man sich vor allem bei einem Solo-Trip über die Sicherheit in einem Land informieren. Wenn man regelmäßig Nachrichten schaut oder Berichte über das Reiseziel liest, bekommt man einen groben Eindruck über die aktuelle Lage. Ich plane die ersten Tage in einem unbekannten Land immer voraus und kann so vermeiden, dass ich im Dunkeln an verlassenen Bushaltestellen warte oder in letzter Minute auf dubiose Übernachtungsmöglichkeiten ausweichen muss. Selbstverständlich sollte man ein paar Basics über die Kultur im Land wissen. Es gibt nichts Unangenehmeres, als mit freizügiger Kleidung alle Blicke auf sich zu ziehen. Ganz egal, wie sehr man versucht sich für alle Situationen zu wappnen, am Ende bleibt immer ein kleines Risiko. Da muss man seinem Bauchgefühl vertrauen, denn das weiß meistens ganz genau, was richtig ist.

Wer bist du und wer willst du sein?

Alleine reisen ist vor allem eins: pure Freiheit. Keiner kennt dich, niemand weiß, wer du bist. Du kannst sein, wer immer du sein willst. Sei dein entspanntes Ich. Sei dein aktives Ich. Sei dein stärkstes, schlaustes, lustigstes Ich, das du jemals warst. Auf meinem ersten Solo-Trip habe ich mich spontan vom gestressten Lernfreak zum lässigen Skatergirl verwandelt. Es gibt bestimmt auch tausend Dinge, die du mal ausprobieren wolltest. Das ist dein Moment, denn hier verurteilt dich niemand.

Alleine reisen hat nichts mit alleine sein zu tun

Eine der überraschendsten Erkenntnisse, die ich von meinen Solo-Trips mitgenommen habe, ist, dass man beim alleine Reisen gar nie alleine ist. Wenn ich mit Freunden unterwegs war, hat es meistens eine Weile gedauert, bis wir andere kennengelernt haben. Wenn ich alleine bin, ist das komplette Gegenteil der Fall. Ein prall gefüllter Veranstaltungskalender der Sprachschule oder Bartouren durch die lebhafte Innenstadt machen es immer leicht, mit neuen Leuten in Kontakt zu treten. Wohin man auch geht, alle kommen mit demselben Ziel: eine tolle Zeit zu haben. Außerdem wirst du selbst viel sympathischer rüberkommen und aufgeschlossener wirken als in Gesellschaft. Perfekte Voraussetzungen also für ein Solo-Trip voller netter Überraschungen, aufregender Abenteuer und unvergesslicher Erinnerungen.

Gib dir selbst ein bisschen Zeit dich an die ganzen Eindrücke und neue Situationen zu gewöhnen. Wenn du kein Adrenalin-Junky bist, musst du morgen nicht gleich aus einem Flugzeug springen. Aber alleine reisen ist deine Chance dich aus der Komfortzone zu bewegen und die wichtigste Person in deinem Leben kennenzulernen – dich selbst.